PRESSEMITTEILUNGEN


Zunehmende Brandanschläge auf Moscheen sind Zeichen ernsthafter gesellschaftlicher Probleme

„Die zunehmenden Brandanschläge auf Moscheen allein in den vergangenen Monaten sind nicht akzeptabel. Sie zeigen, dass wir uns schnellstens und intensiv mit der Problematik auseinandersetzen müssen“, so der Generalsekretär der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG) Mustafa Yeneroğlu, anlässlich eines Brandanschlags auf die Vahdet Moschee in Bad Salzuflen. Bei dem Übergriff setzten nachts um 3 Uhr (11.10.2014) unbekannte Personen das Eingangstor der Moschee in Brand. Yeneroğlu weiter:

„In Deutschland wurden allein in den vergangenen zwei Monaten neun Übergriffe auf Moscheen bekannt. Teilweise wurden Exemplare des Koran angezündet in Gebetsräumen oder Tierinnereien hinterlassen und Vandalismus betrieben. Die in kurzen Abständen verübten Anschläge sind mitunter auch Folge fehlender politischer und rechtlicher Maßnahmen.

Übergriffe auf Gebetsstätten sind aber auch eine Folge von Intoleranz innerhalb der Gesellschaft. Das besonders Schlimme daran ist, dass diese Anschläge nicht einmal richtig eingeordnet werden. Deshalb rufen wir die Politik noch einmal mit Nachdruck dazu auf, antimuslimische Straftaten gesondert erfassen zu lassen.

Glücklicherweise konnten die Flammen dank Feuerwehreinsatz gelöscht werden, bevor sie auf das gesamte Gebäude übergriffen. Unser einziger Trost ist, die Rettung der neun Personen ohne Verletzungen. Wir fordern lückenlose Aufklärung dieser Tat, deren Hintergründe und die Erfassung der Täter.

Der Moscheegemeinde stehen wir an diesem schwarzen Tag bei und bedanken uns bei allen, die sich solidarisch mit den Betroffenen zeigen.“